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im Einsatz bei 263 Steuerkanzleien

Praxisanleitung

PayPal- und Stripe-Auszahlungen mit dem Bankkonto abstimmen

Bei Onlinehändlern erscheinen im Bankkonto häufig nur gebündelte Nettoauszahlungen. Die Zahlungsanbieter erfassen dagegen Einzelzahlungen, Erstattungen und Gebühren. Deshalb lässt sich der Bankeingang nicht einfach mit dem Bruttoumsatz der Bestellungen gleichsetzen. Für eine nachvollziehbare Abstimmung benötigt man zwei getrennte Datenquellen.

Vorbereitung und benötigte Unterlagen

Vorab vollständige Bankauszüge für den Zeitraum und die originalen Auszahlungs- beziehungsweise Transaktionsberichte aus PayPal und Stripe beschaffen. Währung, Zeitzone und den verwendeten Berichtszeitraum notieren. KontoCSV liefert nur die aus dem Bank-PDF extrahierten Umsätze; Plattformberichte müssen direkt vom jeweiligen Anbieter stammen.

Schritt für Schritt

  1. 1. Bankbewegungen aus PDF aufbereiten

    Die PDF-Kontoauszüge des Auszahlungskontos gesammelt oder einzeln in CSV/Excel umwandeln. Bankgutschriften nach Empfänger/Absender, Buchungsdatum und Referenz durchsuchen und Beträge sowie Vorzeichen mit dem Original abgleichen.

  2. 2. Auszahlungsberichte der Anbieter herunterladen

    Aus dem PayPal- beziehungsweise Stripe-Konto die tatsächlich zugehörigen Settlement-/Payout-Berichte exportieren. Neben dem Auszahlungsgesamtbetrag auch Gebühren, Rückerstattungen, Korrekturen und eindeutige Referenzen erfassen, soweit vorhanden.

  3. 3. Nettobeträge und Zeitfenster gegenüberstellen

    Für jede Plattformauszahlung prüfen, ob der Nettoauszahlungsbetrag in der Bankliste vorkommt. Buchungstage können vom Auszahlungsdatum abweichen. Identische Beträge allein sind kein eindeutiger Nachweis: nach Möglichkeit Auszahlungs-ID und Währung heranziehen.

  4. 4. Differenzen und Buchhaltung dokumentieren

    Nicht zuordenbare Beträge getrennt notieren. Gebühren, Erstattungen, Wechselkurse und noch ausstehende Auszahlungen aufklären und die bestätigten Daten erst danach in die Buchhaltung übernehmen.

Durchgerechnetes Praxisbeispiel

Vereinfachtes, fiktives Beispiel: Ein Anbieter meldet 100,00 € vereinnahmte Zahlungen und 3,00 € Gebühren, sodass 97,00 € ausgezahlt werden. Auf dem Bankkonto werden 97,00 € gutgeschrieben. Das erklärt den Unterschied zum Bruttobetrag, belegt aber erst zusammen mit dem konkreten Auszahlungsbericht die Zuordnung.

Typische Fehler vermeiden

  • Bruttoverkäufe und Banknettogutschriften nicht ohne Gebühren- und Erstattungsdetails vergleichen.
  • Verschiedene Währungen, Zeitverschiebungen und mehrere Auszahlungen pro Tag berücksichtigen.
  • Keine automatische Buchungszuordnung, Umsatzsteuerberechnung oder Plattform-Reconciliation durch KontoCSV unterstellen.

Ergebnis und nächster Schritt

Der Bank-CSV-Export ist eine kontrollierbare Hälfte des Abgleichs. Die andere Hälfte entsteht aus den Originalberichten der Zahlungsanbieter und den fachlichen Entscheidungen in der Buchhaltung.

Grenzen der Konvertierung

KontoCSV erstellt aus Kontoauszug-PDFs strukturierte Bankumsätze. Es verbindet sich nicht für diesen Workflow automatisch mit PayPal oder Stripe und gleicht keine Einzelbestellungen, Gebühren oder Steuern automatisch ab.

Häufige Fragen

Warum ist der Bankbetrag kleiner als der Umsatz?

Zahlungsanbieter können Gebühren, Erstattungen oder Korrekturen vor der Nettoauszahlung verrechnen. Prüfen Sie die konkreten Auszahlungsberichte.

Kann KontoCSV die PayPal-/Stripe-Berichte selbst automatisch abgleichen?

Nein. KontoCSV bereitet Banktransaktionen auf. Die Zuordnung zu externen Plattformberichten erfolgt separat.